Montag, 11. Juni 2018

FIT IN 12 WOCHEN - WOCHE 9 und 10

FIT IN 12 WOCHEN - WOCHE 9 und 10
 
Ich hatte 14 Tage Vorbereitungszeit für den Wettbewerb "Avon Night Run" in Brünn - Tschechien. Ich habe dieser Laufveranstaltung den vorigen Post gewidmet. Du kannst es hier lesen:https://simplelivingstylebyvera.blogspot.com/2018/05/. Ich hatte vor, mein Maximum zu geben und auch das Krafttraining zu verdoppeln das bedeutet 3 Durchgänge zu je 35 Wiederholungen bei jeder Übung und nach jeder Laufeinheit.
In diesem Beitrag erfährst Du, ob ich mein Vorhaben realisieren konnte oder ob ich meine Ansprüche eher zurückschrauben musste.
 
 
WOCHE 9
 



Tag

Trainingseinheit

Dauer

MONTAG

20 lockerer Dauerlauf und 3-5 Steigerungsläufe als Abschluss + KTB

20 Minuten

MITTWOCH

10 Einlaufen - 500m in 2:40, Trabpause 90, 1000m in 5:25, Trabpause 2m, 2000m in 11:00, Trabpause 4, 1000m in 5:20, Trabpause 2, 500 in 2:35 - 10 Auslaufen + KTB
70 Minuten

FREITAG

10 GAT 1 + 50 GAT2 inkl. alle 10 Min für 20 sec Hocksprünge einbauen

55 Minuten

SONNTAG

ruhiger Dauerlauf 75 unterer Gat 1 Bereich und KTB

75 Minuten

MONTAG
Während des Tages herrscht eine brütende Hitze, deshalb begebe ich mich erst gegen 20:00 Uhr in die Hauptallee. Ich muss zugeben, dass ich am Abend lieber laufe als in der Früh. Ich fühle mich besser,und bin bereit, alles zu geben und mich richtig auszustoben. Ich freue mich dann auch jedesmal auf die Dusche und den gemütlichen Fernsehabend, wenn ich nach Hause komme.
Und so ist es heute gelaufen: Es steht zwar eine 20minütige Laufeinheit auf dem Programm, ergänzt um 3-5 Steigerungsläufe zum Abschluß, aber ich mache 54 Minuten und 47 Sekunden daraus - mein persönlicher Rekord im Laufen auf 9,7 km. Aber das ahne ich natürlich noch nicht. Ich laufe meine gewöhnliche Strecke in einem flotten Tempo bis zum Lusthaus und dann wieder zurück. Ich kontrolliere meine Pulsuhr nicht, sondern ich konzentriere mich nur auf das Atmen. Als ich mich dem Lusthaus nähere und genau vor der Brücke bin, erhöhe ich mein Tempo und sprinte bis zu den Schranken. Hier drehe ich um und jogge in einem lockeren Tempo wieder zurück. Ich halte das Tempo einen Kilometer lang und fange dann wieder an zu sprinten. Ich halte das Tempo bis zu einer Kreuzung - dann verlangsame ich und laufe bis zu einer Wegkreuzung, biege nach rechts und sprinte bis zur Universität. Danach biege ich Richtung Prater ein und laufe in lockerem Tempo bis zu einer Ampel. Hier checke ich meine Pulsuhr zum ersten Mal, während ich auf Grün warte. Ich starre mit offenem Mund auf den Display. Als ich die Pulsuhr stoppe, lese ich die Angabe: 9,7 km, 54:47 Sekunden.
Was?! Ich kann es nicht fassen! Ich habe mich dank der Steigerungsläufe um 2 Minuten verbessert. Ich kann es gar nicht fassen - 2 ganze Minuten.
Ich frage mich, ob es Zufall ist oder ob ich diesmal irgendetwas anders gemacht habe als sonst. Ich habe mich nur auf die Atmung konzentriert, war mit dem Kopf völlig bei der Sache. Es passiert mir selten, dass ich komplett abschalte und nur noch aufs Laufen fokussiere, zumindest bei längeren Dauerläufen.
Hmm, ich erinnere mich noch daran, wie ich zum ersten Mal die Meditationstunde besucht habe und die Mentorin mit mir arbeitete. Sie sagte mir damals: "Sie denken zu viel. Lassen Sie die Gedanken ziehen..." Und sie hatte Recht.
 
MITTWOCH
Heute habe ich ein Training mit dem Österreichischen Frauenlauf. Ich schließe mich der Gruppe von Karin an. Ich bin gut gelaunt und die kurzen Laufeinheiten, die ich sonst hasse, machen in einem Team voller motivierender Frauen auf einmal wirklich Spaß. Ich laufe unter den vier ersten Damen und bin wirklich stolz auf mich, als ich nicht nur die 2000 Meter unter 11:00 Minuten schaffe, sondern auch als Dritte im Ziel bin. Die anschließenden 1000 Meter machen mir dann aber zu schaffen, trotzdem beende ich sie auch als Dritte. Ich sammle Energie und Kraft in einer Trabpause. Karin lobt uns für eine tolle Leistung. Sie hebt besonders eine junge Dame hervor, die als Erste bei allen Einheiten beendet hatte, und schlägt ihr vor, zu einer schnelleren Gruppe zu wechseln, denn sie läuft sicher den 5 Pace. Die Dame ist angespornt und die letzten 500 Meter läuft sie etwa 200 Meter vor uns. Ich plage mich dagegen ganz hinten und beobachte sie neidisch. Sie schafft die 500 Meter ganz locker, dreht sich noch um und joggt uns lachend entgegen. Das ist ein WAHNSINN.
Zu Hause mache ich noch meine Kraftübungen, bevor ich totmüde ins Bett falle und sofort einschlafe.

FREITAG
Ich krieche schon um 7:00 Uhr aus dem Bett und um 8:00 spaziere ich zügig Richtung Praterallee. Ich bin heute müde und kann mir nicht vorstellen, nach jedem 10minütigen Lauf 20 Sekunden lang wie ein Äffchen zu springen. Mein Kopf lehnt das definitiv ab.
"Denk weniger, mach mehr," versuche ich mich selbst zu motivieren,."Solche Hockensprünge können auch Spaß machen", denke ich mir beim Warmlaufen. Oder ich könnte auch einen Muskelkater bekommen....es wäre so schön, wenn diese ganzen Gedanken weiterziehen könnten und einfach keine neuen mehr kämen.
Und jetzt beginne ich zu springen. Ein Läufer, der vorbeiläuft, ist sichtlich über meine "Affensprünge" amüsiert. Das hat er wahrscheinlich noch nie gesehen. Ich springe 20 Sekunden lang wie eine Verrückte. Dann laufe ich weiter.
Ich biege an der Kreuzung nach rechts und laufe wieder um den Teich herum. Warum gibt es heute so viele Läufer unterwegs, die mich bei den "Affensprüngen" belustigt beobachten?!
Ich laufe durch den Wald, um weiteren Zuschauern auszuweichen. Meine Oberschenkel beginnen zu schmerzen. Ich hätte nie gedacht, dass zwanzig Sekunden soo lang sein können. Ich bin nach dem dritten Durchgang Affensprünge" nämlich völlig fertig. Ich bin dehydriert, also halte ich bei einem Brunnen, um etwas zu trinken und um mein verschwitztes Gesicht zu waschen. Das kalte Wasser tut mir nur einen kurzen Moment gut, danach ist mir plötzlich eiskalt und ich habe das Gefühl, mich übergeben zu müssen.
Zu Hause muss ich mich zuerst hinlegen, bevor ich duschen gehe. Ich verzichte heute auf das Krafttraining.

SAMSTAG
Genau um 8:00 Uhr in der Früh treffe ich meinen Laufpartner in der Praterallee. Es ist schön, wieder mit jemandem zu laufen. Mir tun meine Oberschenkel von gestern noch weh, deshalb laufe ich deutlich langsamer. Mein Laufpartner zwingt mich, zu beschleunigen. Ich reagiere auf seine Versuche verärgert. Er ist sichtbar erstaunt von meinem Zustand. Ich erzähle ihm von meinem gestrigen Training und dann laufen wir endlich in einem lockeren Tempo.
Mein Laufpartner zeigt mir noch ein paar Kräftigungsübungen im Freien, damit ich meine Beine und meinen Rumpf stärken kann. Er hat bemerkt, dass ich bei längerem Laufen Schwierigkeiten mit der Körperhaltung habe und auch meine Füße nicht ordentlich anhebe.

 
 
 
 
WOCHE 10
 


Tag

Trainingseinheit

Dauer

MONTAG

45 Gat 1 und 3-5 Steigerungsläufe als Abschluss + KTB

45 Minuten

MITTWOCH

15 Einlaufen - 2x 2000m in 10:45, Trabpause 5, 4x500m in 2x30, Trabpause 90 - 10 Auslaufen
71 Minuten

FREITAG

55 niedriger GAT

55 Minuten

SONNTAG

Avon Night Run

5 KM

 
MONTAG
Ich entscheide mich, das Training nach meiner Arbeit zu machen. Es ist nach 20:00 Uhr, als ich in die Praterallee gehe. Ich laufe wieder meine gewöhnliche Strecke bis zum Lusthaus und zurück. Ich entschließe mich, die ersten drei Kilometer locker anzugehen und die übrigen 2 km richtig Gas zu geben. Das Laufen ist sehr angenehm und ich genieße es wirklich. Ich beschleunige und laufe bis zum Lusthaus, hier drehe ich um und jogge wieder zurück. Nach dem fünften Kilometer kontrolliere ich meine Pulsuhr: 28:03 Minuten - Ich freue mich über das Ergebnis. Danach fange ich wieder zu joggen an.
Zu Hause mache ich dann mein Krafttraining.


MITTWOCH
Ich mache das Lauftraining nach dem Nachtdienst. Das letzte Training, das ich nach einer Nachtschicht gemacht habe, endete leider nicht gut - ich bekam danach schreckliche Kopfschmerzen. Deshalb trinke ich eine Tasse Kaffee, ein Glas Mineralwasser und ein Iso Getränk. Diese Kombination, zusammen mit kühlem Wetter, macht mich munter. Ich schaffe die ersten 2 km in 10min, 23sek. Ich mache eine kurze Pause, bevor ich wieder starte. Die nächste Einheit, 2 km, stellt plötzlich eine Herausforderung für mich dar. Ich laufe deutlich langsamer und muss nach einem Kilometer anhalten, um mich zu erholen. "Macht nichts", tröste ich mich in Gedanken. Und ab gehts in den nächsten Kilometer - ich laufe locker und erreiche das Ziel in 5min, 22sek.
Ich suche die 100m-Markierung und laufe bis zur 600er-Markierung. Beim ersten Durchgang habe ich wieder Probleme, die 600m-Markierung zu erkennen. Zurück geht es dann besser. Ich hätte nie gedacht, dass 500 Meter so lang sein können", denke ich beim dritten Durchgang. Ich war vor ein paar Wochen sehr unmotiviert, als ich diese Hin-Her-Läufe machen musste. Heute fühle ich mich dagegen angenehm müde.
Ich verzichte heute auf meine Kraftübungen.
 
FREITAG
Es ist bewölkt draußen. Ich spaziere trotzdem zur Hauptallee. Es ist angenehm frisch. Ich mag solches Wetter - es ist ideal fürs Laufen. Ich laufe wieder meine gewöhnliche Strecke bis zum Lusthaus und wieder zurück. Es gibt ein Podium auf der Strecke, auf dem steht: RAPID LAUF. Es findet anscheinend morgen eine Laufveranstaltung statt.  Ich jogge bis zum Lusthaus und sehe dort eine Absperrung. Wieso ist es abgeriegelt?! Ha, hier gibt es eine Lücke - ich laufe um das Lusthaus herum und renne wieder zurück. Es beginnt, leicht zu regnen. Ich bin aber versteckt unter den Bäumen und spüre nichts. Auf der zweiten Kreuzung biege ich rechts ab und jogge in Richtung Universität. Es schüttet mittlerweile - ich bin durchnässt, als ich nach Hause komme.

SAMSTAG
LAUFVERANSTALTUNG: AVON NIGHT RUN

Und jetzt zu Dir: Welche Sportart machst Du am Liebsten im Sommer? Wenn Du möchtest, kannst Du mir einen Kommentar hinterlassen.
 
 

  
 
 

 

 


Mittwoch, 6. Juni 2018

FIT IN 12 WOCHEN - WOCHE 7 und 8


FIT IN 12 WOCHEN - WOCHE 7 und 8

 

Wenn Du diesen Artikel liest, habe ich bereits den Wettbewerb "Avon Beh - 5km" in Brünn, Tschechien und auch den "Österreichischen Frauenlauf" 5km, auf den ich mich 11 Wochen lang" intensiv vorbereitet habe, hinter mir. Du konntest mich auf diesem Weg begleiten und meine Bemühungen und Rückschlage verfolgen, denn ich habe regelmäßig die Trainingspläne auf meinem Blog veröffentlicht. Ich gebe zu, manchmal dauerte es über eine Woche, bis ich einen Artikel postete. Entschuldigung für diese Verzögerungen, aber Du kannst mir glauben: ich habe mein Bestes getan. Denn es war manchmal eine echte Herausforderung, neben einem Beruf, intensivem Lauftraining, anderen "Erledigungen" und dem Sommerwetter einen Post zu verfassen.

 
 
Jetzt beschreibe ich Dir endlich die Trainingswoche Nr. 7 und Nr. 8 und natürlich auch die Kraftübungen:


Woche 7


Tag

Trainingseinheit

Dauer

MONTAG

40 Gat 1 + KTB

40 Minuten

MITTWOCH

10 Einlaufen: 2x2000m in 11:30, Trabpause 5, 2x 1000m in 5:30, Trabpause 10, Auslaufen - KTB
70 Minuten

FREITAG

10 Gat1 + 60 Gat2 inkl alle 10 Minuten eine kurze Tempobeschleunigung über 30 Minuten einbauen

55 Minuten

SONNTAG

Ruhiger Dauerlauf 70 unterer GAT 1 Bereich

ca 90 Minuten
Ich füge noch die Kräftigungsübungen hinzu, damit es nicht wieder zur Spekulationen kommt.
1. Tiefe Kniebeuge
2. Beckenlift
3. Trockenschwimmer
4. Crunches


MONTAG
Ich entscheide mich dafür, mein Lauftraining nach der Arbeit zu machen. Es ist etwa 19:45 Uhr, als ich in die Laufschuhe schlüpfe. Es ist ein bisschen kühl draußen, trotzdem habe ich kurze Shorts und ein Top an. Ich begebe mich zur Hauptallee. Ich laufe mich warm, halte dann bei der 1km-Markierung an, stoppe meine Pulsuhr und starte sie wieder neu, sobald ich wieder anfange zu joggen. Ich laufe langsam und nach und nach beschleunige ich. Ich versuche, das Tempo bis zum dritten Kilometer zu halten (zum Glück gibt es hier die Markierungen - man muss nicht immer auf die Pulsuhr schauen), danach falle ich in ein Renntempo - ich schaffe problemlos ein Kilometer bis zum Lusthaus. Hier drehe ich um und jogge wieder zurück - das Tempo halte ich bis zu einer Brücke - dann muss ich leider verlangsamen - ich fange an zu keuchen. Ich kann halt nicht normal atmen. Ich laufe weiter und suche ungeduldig die Markierung - als ich sie bemerke, gebe ich alles und renne wie eine Verrückte. Ich halte an, sobald die Markierung überschreite - keuchend und verschwitzt. Ich kontrolliere die Pulsuhr. Was?! 29:18! Ich verfluche die Pulsuhr. Sie hat Glück, dass sie so teuer war, sonst würde sie im Mistkübel landen. Ich kann es nicht fassen - ich zerreiße mir fast meine Lungen, ich gebe alles und schaff es nicht mal unter 28 Minuten?!
Aber hey, ich kann anscheinend flotter joggen, wenn ich wütend bin, denn ich schaffe die 9,7km in 56 Minuten und 33 Sekunden.
Zu Hause mache ich dann die Kraftübungen.


MITTWOCH
Nach dem heutigen Tag, an dem ich gestresst von einem Ort zum anderen gelaufen bin und viel erledigen musste, schließe ich mich der Gruppe von Ilse Dippmann, 5km unter 30 Minuten", an. Die Trainerin versucht, uns zu überzeugen, dass man sich beim Training ein bisschen plagen muss und es ganz natürlich ist, wenn die Leistung schwankt. Und ich muss mich halt an die verschiedenen Geräusche, die ich von mir gebe (keuchen und andere, fast schon tierähnliche Laute) und an mein rotes Gesicht gewöhnen... Natürlich mache ich nur Spaß!
Ich laufe gleich hinter einer Dame, auf deren schönem Sportoutfit (Top und Rock) "Sportordination" geschrieben steht. Die Gruppe ist langsam ich befinde mich definitiv in meiner Komfortzone. Auf einmal verstehe ich, was Ilse mit dem Satz der Weg zur persönlichen Bestezeit ist kein Rosenweg" sagen wollte. Deshalb gebe ich bei dem letzten Kilometer fast alles und laufe als Erste ins Ziel.
Ich haderte ein bisschen mit mir, ob ich wirklich alles aus mir herausholen sollte - ich spürte die anderen hinter mir joggen. Endlich war die Markierung da - und gleich neben (hinter) mir eine andere junge Dame und die Dame mit dem schönen Laufdress. Ich hatte die beiden gar nicht bemerkt - ich war nur auf mich konzentriert gewesen.
Danach machten wir Dehnübungen und zum Schluss jogge ich noch die zwei Kilometer nach Hause, wo ich meine Kraftübungen mache.
 
FREITAG
Das heutige Training mache ich gleich nach dem Aufstehen. Nachdem ich gestern ein ausgiebiges Abendessen hatte, entscheide mich dafür, erst nach dem Laufen zu frühstücken. Leider entpuppt sich diese Entscheidung als fehlerhaft. Denn mir fehlt die Kraft und die Energie beim Beschleunigen. Ich bekomme ein flaues Gefühl im Magen, sobald ich flotter laufe. Der Lauf zieht sich richtig. Nach 6 Km muss ich anhalten und gehen, danach laufe ich wieder eineinhalb Kilometer, bevor ich wieder verlangsame und spaziere.
SONNTAG
Ich bin heute mit meinem neuen Laufpartner für eine Joggingrunde verabredet. Wir treffen uns pünktlich in der Hauptallee. Wir haben uns vor ca. einer Woche beim Laufen kennengelernt und haben zum Spaß eine gemeinsame Laufeinheit ausgemacht. Er strahlt und seine Nervosität lässt sich kaum erkennen. Ich dagegen bin verkrampft und auf seine Fragen reagiere ich mit kurzen Sätzen. Wir beginnen, langsam zu joggen. Ich bin froh, dass er mein Tempo hält - mir kommt es so vor, als würde ich die Geschwindigkeit bestimmen, während er sich führen lässt. Ich entspanne mich endlich - wir reden über die verschiedensten Dinge, laufen dabei um den Teich herum und bis zum Lusthaus. Danach geht es die Belvedere Allee entlang bis zur Lustraße und dann die Lustraße entlang.. Er versucht mich zu ermutigen, sobald ich nicht mehr kann. Ich finde das nett.

 
 
 
 
 
 



WOCHE 8

Tag

Trainingseinheit

Dauer

DIENSTAG

10 Gat1 - 35 Gat2

45 Minuten

FREITAG

60 Wechseltempolauf je 15Gat1 und je Gat2 + KTB
60 Minuten

SAMSTAG

ruhiger Dauerlauf 70 unterer GAT1 Bereich

über 90 Minuten

DIENSTAG
Meine Laufeinheit findet in der Früh statt. Ich habe heute gar nicht gut geschlafen und fühle mich schlapp. Mein Zustand spiegelt sich im Training wider - das Laufen ist eine Herausforderung für mich. Ich bin froh, als alles vorbei ist.
 
FREITAG
Ich stehe heute später auf als gewünscht - genau um 9:00 Uhr. Es dauert einige Minuten bis ich in die Gänge komme und meine Laufsachen anziehe. Ich laufe heute zum ersten Mal in den neuen Laufschuhen Gel Kayano 24 von Asics und bin schon ein bisschen gespannt darauf.
Es ist sehr warm draußen - deshalb entscheide ich mich, langsam und im Schatten zu laufen. Von einem Wechseltempolauf kann hier keine Rede sein - meine Trainingseinheit findet im Schneckentempo statt. Wenn ich beschleunigen würde, würde ich sicher Herzrasen kriegen.
Die Laufschuhe fühlen sich plötzlich schwer an. Es ist ein ganz anderes Gefühl als das, das ich gestern beim Anprobieren hatte. Sie drücken jedoch nicht und sitzen auch wie angegossen.
Als ich verschwitzt das Lusthaus erreiche, kontrolliere ich meine Pulsuhr. Das gibt es nicht - wirklich, es ist heute eine Schnecke unterwegs. Ein Spaziergänger lacht über mich und bemerkt: "Und, ist die Uhr kaputt?!". Wie passend - ich hasse die Pulsuhr!
Ich jogge wieder zurück - ich mache mir Sorgen über die Laufveranstaltung, die am 27.05. stattfindet: was passiert, wenn über mehrere Tage hinweg eine irrsinnige Hitze herrscht?! Soll ich den Lauf dann kurzfristig auslassen?! Wenn es zu heiß ist, schaffe ich den Laufwettbewerb sicherlich nicht. Es reicht mir schon diese Laufeinheit - ich keuche, bin durstig, mein Gesicht ist rot wie eine Tomate und ich bin verschwitzt. Und dann soll ich noch Kraftübungen machen?! Ich muss mich zuerst duschen, bevor ich mit den Übungen anfange, sonst bleibe ich an meiner Fitnessmatte kleben.
 
SAMSTAG
Ich will eigentlich mein Training am Sonntagvormittag machen, denn mein Laufpartner hat mir eine SMS geschickt und gefragt, ob wir uns treffen können. Leider passt aufgrund meiner Arbeit keiner der Termine, die er vorgeschlagen hat. Es ist zwar schade, dass ich wieder alleine und über eine Stunde lang joggen muss, aber ich kann nichts dagegen tun. Ich laufe die Strecke, die ich mit meinem Laufpartner vorigen Sonntag absolviert habe. Ich finde die Strecke zu lang und langweilig. Ich verspüre keine Begeisterung es fühlt sich nach einer Aufgabe auf einer To-Do Liste an, die ich abhaken kann. Ich bin froh drüber, dass meine Laufschuhe sich heute leichter anfühlen.
Als ich nach Hause komme, muss ich mich zu den Kraftübungen regelrecht überwinden und mir versprechen, dass ich mir nächste Woche den neuen Duft zulegen werde, den ich mir schon längere Zeit gewünscht habe. So trickse ich manchmal mein faules "Ich" aus.

Und was ist mit Dir? Wie überlistest Du Deinen inneren Schweinehund? Du kannst mir auch verraten, ob Du schon einmal ein ungewöhnliches Date erlebt hast und was Du genau gemacht hast? Ich würde mich über Dein Kommentar sehr freuen!

 
 

 
 





 
 







Dienstag, 29. Mai 2018

AVON NIGHT RUN 2018

AVON NIGHT RUN, BRÜNN; TSCHECHISCHE REPUBLIK
 
Manche Laufwettbewerbe sind mir eine wirkliche Herzensangelegenheit. So auch der 5km lange Avon Night Run in Brünn, Tschechien. Ich bin zum ersten Mal in Tschechien gelaufen, warum nenne ich diese Laufveranstaltung also eine Herzenagelegenheit?! Aus einem einfachen Grund: Der Avon Night Run ist nicht nur ein Wettkampf, sondern er hat auch einen karitativen Hintergrund. Es geht nämlich um die weiblichen Brüste. Genauer gesagt: um den Kampf gegen Brustkrebs. Wenn man an diesem Lauf teilnimmt, spendet man 100 CZK (ca. 5 Euro) für den Kampf gegen Brustkrebs. Es ist leider nicht viel, aber man kann zusätzlich auch verschiedene Souvenirs vor Ort kaufen und so mehr beitragen, wenn man möchte.


 
Diese Laufveranstaltung findet in 8 tschechischen Städten statt und ist in verschiedene Laufkategorien untergeteilt: Inogy Kids Cup (die Kinder sind nach ihrem Alter eingeteilt), Sberbank Family Run und Avon Lauf (5 Km und 10 Km). Mehr Informationen findest Du hier: http://zdravaprsa.cz/avon-pochod/avon-beh-2018/. Leider sind die Informationen nur in Tschechisch.
Ich habe weder die Lokalität, Jih Hnevkovskeho, noch die Strecke dorthin gekannt. Aber eine Freundin hat mir da weiterhelfen können. Die Laufveranstaltung begann zwar erst um 20:15 Uhr, aber ich hatte mich entschlossen, schon früher vor Ort zu sein. So hatte ich nicht nur genügend Zeit, die Umgebung zu erkunden, sondern auch, um den Kindern bei ihren Wettbewerben zuzusehen. Wie oben erwähnt waren die Kids je nach Alter verschiedenen Gruppen zugeteilt. Zuerst starteten die Kleinen (2-4 Jahre) - ja, auch ein zweijähriger Zwerg war am Start. Die Eltern liefen auch mit - sie konnten ihre Kinder beim Lauf unterstützen und anfeuern, aber nicht tragen oder ziehen (Das habe ich tatsächlich einmal gesehen - unfassbar, was einige überambitionierte Eltern machen). Die Kleinen liefen nur eine Runde ca. 400 Meter. Ich muss sagen: Hut ab! 400 Meter klingen nicht nach viel - aber für einen 3jährigen Knirps kann es durchaus eine große Herausforderung darstellen. Einige Kinder sind nämlich mit Tränen in den Augen ins Ziel gelaufen.
Ich laufe leidenschaftllich gern, aber ich kann mir nicht vorstellen, ein dreijähriges (zweijähriges) Kind für eine Laufveranstaltung anzumelden und dabei zuzusehen, wie es beim Laufen weint. Das würde ich mir sehr gut überlegen.
Um 19:50 begann ein Warm-Up für den 5 Km Wettbewerb auf der Bühne. Es war super - ich bin viel gesprungen und meine starren Glieder haben sich aufgewärmt. Danach haben wir uns am Start aufgereiht. Ich zog meine Laufjacke aus. Es hatte zwar 15 Grad, aber ich wusste, dass mir bald warm sein würde. Nach 15 Minuten konnte ich endlich starten.
Es dauerte einige Sekunden bis ich die Startlinie überschritten hatte. Wir waren nicht in einzelne Blöcke eingeteilt, sondern alle 500 Personen starteten gleichzeitig. Ich war ganz hinten und es dauerte einige Minuten, bis ich mich aus der Menschenmenge gelöst hatte und endlich freier laufen konnte. Ich gab Gas, weil ich eben einige Minuten verloren hatte. Eigentlich ein Anfängerfehler, denn am Anfang soll man locker laufen und erst die letzten 2 Kilometer soll man dann richtig Gas geben.
Nach dem dritten Kilometer bekam ich eine Krise. Ich habe einige Läufer/innen gesehen, die gegangen sind und jetzt nistete sich dieser Gedanke auch langsam in meinem Kopf ein. Zum Glück habe ich mich zusammengerissen - ich habe mich an die 10 wöchige Laufvorbereitung erinnert, die ich hinter mir hatte - an all die Hoffnung und Energie, die ich in jede Woche hingesteckt habe. Ich durfte einfach nicht gehen, sonst würde ich mich selbst verraten und enttäuschen. Ich joggte schneller. Ich sah Tische mit Isogetränken auf der Strecke. "Ein Getränk!," rief ein Mann. Viele nahmen sich einen Becher und tranken beim Laufen. Ich wollte das nicht, sonst hätte ich anhalten müssen. Ich näherte mich einer Dame. "Jetzt überhole ich dich," dachte ich mir hoffnungsvoll. Sie warf aber genau in diesem Moment ihren noch nicht ausgetrunkenen Becher in meine Richtung.
Sie besprühte mein T-Shirt und Hose. Ich war sauer, ich musste verlangsamen. „Wirklich ein Fair-Play Run", dachte ich zynisch. Wozu muss man einen Becher mit Iso-Getränk beim 5Km Wettbewerb bereitstellen?! Ich verstehe das beim 10 Km Lauf, aber bei 5 Kilometern?! Ich lief weiter, ich näherte mich dem Ziel - da standen die Fotografen, die ein Foto machen wollten. Ich war aber nicht in Laune zu posen. Endlich ist das Ziel in Sichtweite - ein paar Meter vor dem Ziel überholt mich ein Mann und ich laufe hinter ihm ins Ziel. Ich bekomme eine Medaille und etwas zur Erfrischung.
Meine Schwester und meine Freundin warteten schon ungeduldig auf mich und erkundigten sich, wie es war. In mir herrschte wieder Chaos - ich wollte zu den Monitoren gehen, um meine Zeit zu checken. Meine Pulsuhr zeigte mir 28:48 Minuten an, aber ich war so aufgeregt, dass ich die Information nicht aufnehmen konnte. Als ich meine Startnummer ins Gerät eintippte, zeigte der Monitor wirklich 28:48 Minuten an. Ich war außer mir vor Freude. Ich habe es geschafft: ich habe die 28min-Marke erreicht. Meine Schwester sah meine Aufregung und schlug vor, mir ein kleines Bier zu besorgen, damit ich mich ein bisschen beruhigen konnte. Sie brachte beim Zurückkommen auch Pizza mit.
Nach dem Essen realisierte ich dann das Ergebnis von meinem Lauf - Ich war ein bisschen beschwipst, aber ich freute mich unglaublich über meinen persönlichen Erfolg.
Und nächste Woche gebe ich beim Österreichischen Frauenlauf hoffentlich auch alles.
Und nun zu Dir! ich habe heute keine Frage an Dich, sondern möchte Dir stattdessen wirklich ans Herz legen: Taste deine Brüste regelmäßig ab! Geh regelmäßig zur Mammografie und zum Ultraschall! Denke daran, dass die Früherkennung deine Heilungschancen erhöht! Und begnüge Dich nicht mit dem Gedanken: „ich bin noch zu jung, um (Brust)krebs zu bekommen." Mir wurde mit 33 ein gutartiger Tumor entfernt! Meine Geschichte kannst du hier lesen: https://simplelivingstylebyvera.blogspot.com/2017/10/
 
 
 
 
 
 
 
 
Avon Night Run 2018, Brno, Czech Republic
 
 
 
Some running competitions are matters close to my heart. That was also the case with the 5km long "Avon Night Run" in Brno, Czech Republic. Actually I ran in Czech for the first time. So why do I call this running event: a matter of heart?! A simple reason: "Avon Night Run" is not only a running competition, but it also has a caritative background. It´s about female breasts. More precisely said, the fight againt breast cancer. If you take a part in this run, you donate 100 CZK (about 5 Euro) for the fight against breast cancer. It´s not very much, but in addition you could buy some souvenirs if you wish to contribute more.
This running event takes place in 8 cities in Czech Rep and it‘s divided into various categories: Inogy Kids Cup (the kids are split up into groups depending on their age), Sberbank Family Run, Avon Run for 5 and 10Km. You can find more information here: http://zdravaprsa.cz/avon-pochod/avon-beh-2018/. Unfortunately the website is only in Czech.
I didn´t know the locality, Jih Hnevkovskeho, nor how to get there. But a friend of mine could explain everything to me. Although the race started at 8:15pm, I decided to be there earlier. I had enough time to explore the area, but also watched the children at their competitions. As mentioned above, the kids were divided into different groups by their age. First, the little ones started (2-4 years) - yes, even a two year old munchkin was at the start. The parents were also joining the run, cheering for their children - but they weren‘t allowed to carry or pull them (I acually have seen the last thing - unbelievable what some over-ambitious parents are capable of). The little ones had to run one lap - about 400 meters. I have to say: Hats off! 400 meters don‘t seem much - but they can be a challenge for a 3years old munchkin. Some poor children crossed the finish line with tears in their eyes.
I love running, but I can‘t imagine signing up a three-year-old for a running event and then watch the kid cry while running. I would think twice before doing that.
At 7:50pm a warm-up for the 5km run started on stage. It was great - I jumped a lot and my frozen limbs warmed up. Then we got lined up behind the start line. I took off my running jacket. It was 15 degrees, but I knew I would get warmer soon. After 15 minutes I was finally able to start.
It took few seconds until I crossed the start line. We were not divided into various blocks - all 500 competitors started at the same time. I was way back at the end of the crowd so it took me a few minutes to get through the crush of people and then I could finally seriously start jogging. I ran full speed because I had lost some minutes right at the start. Actually, that‘s a beginner‘s mistake because in the beginning you are supposed to run slowly and then go full speed for the last 2 kilometers.
After the 3rd kilometer I got a crisis. I saw some runners who were walking and now this thought pushed itself more and more into my head. Luckily, I gathered myself, recalling the "10 weeks of running preparation" that I had behind me - all the hope and energy that I put into every week. I can not walk, otherwise I would betray and disappoint myself. I ran faster. I saw tables with iso drinks on the way. "A drink!" a man was calling. Lots of peaople got a cup and drank while running. I couldn´t do that, otherwise I would have had to stop. I approched a lady. "Now I´ll pass you" I thought hopefully. But she threw away her not finished drink and right into my direction.
She sprinkled my shirt and pants. I was angry, I had to slow down. „Really a fair play run" I cynically thought by myself. Why do they have to provide a cup with an iso drink at a 5 Km competition? I would get it if it was the 10Km run, but also at 5 kilometers? I was still running, I approached the finish line - there were photographers who wanted to take my picture. I wasn´t in the mood to pose for them. At least I can see the finishline. A man passes me and I cross the finish line behind him. I get a medal and some refreshment.
My sister and my friend were already waiting impatiently for me and asked me how it was. There was chaos inside me. I wanted to go to the monitors to check my time. My heart rate watch showed me 28:48 minutes, but I was too excited to process this information. When I typed my start number into the machine, the monitor showed me 28:48 minutes. I was so happy! I did it! I reached the 28 mark. My sister saw my excitement and suggested ordering a small beer for me so I could calm down a bit. When she got back she had also got pizza.
After eating I finally realized the result of my run. I was a bit tipsy, but I was incredibly happy about my personal achievement.
Hopefully I can give it my all again at the Austrian Women´s Run next weekend.
And now to you! Today I have no question for you but I want to give you a friendly reminder: feel your breasts regularly. Go to the mammography and ultrasound. Remember that early detection increases the chance of recovery. Don´t content yourself with the thought: I´m too young to get (breast) cancer. I had removed a benign tumor at the age of 33! You can read my story here: https://simplelivingstylebyvera.blogspot.com/2017/10/
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Donnerstag, 24. Mai 2018

Foot Analysis and Gel Kayano 24

Fußanalyse und Gel Kayano 24
 
Als ich eine E-Mail vom Österreichischen Frauenlauf bekam, in der stand, dass sie eine Fußanalyse anbieten, musste ich sofort einen Termin ausmachen.

 
Die E-Mail kam mir sehr gelegen, denn ich laufe jetzt viermal pro Woche und habe nur zwei Paar Laufschuhe. Die Ersten sind Gel Quantum 360 von Asics, die ich mir vor ca. einem Dreivierteljahr zugelegt habe, und die Zweiten sind von Adidas, die ich seit 3 Jahren habe. Das zweitgenannte Paar sieht schon ziemlich abgenutzt aus und beim Laufen taten mir meine Knien auch richtig weh. Es ist mir bewusst, dass ich so schnell wie möglich neue Laufschuhe brauche.
     Ich wollte mich eigentlich für einen Feldtest anmelden, in dem das optimale Renntempo für den Wettkampf bestimmt wird. In diesem Dauertest testet man in mehreren Durchgängen das Renntempo bei mehrmaliger Laktatkontrolle. Im anschließenden Seminar erhält man dann nützliche Tipps für die richtige Ernährung vor, während und nach dem Wettkampf bzw. für die Renntaktik.
Ich fand das ganze sehr interessant, denn es gab viele Schwankungen in meinem Training. Ich lief den einen Tag ausgezeichnet und erreichte mühelos die 5 Km unter 28 Minuten und den Tag darauf plagte ich mich wahnsinnig - ich keuchte wie eine starke Raucherin, ich musste oft anhalten, mein Puls schoss in die Höhe (170 und mehr) und ich war schweißgebadet. Ich wollte schon die Flinte ins den Korn werfen nach so einer Laufeinheit und auf das Training mit Pulsuhr verzichten. Zum Glück habe ich mich wieder gefasst und mich mit dem Gedanken beruhigt, dass der Weg zu meinem Ziel nun einmal kein Rosenweg ist.
Ich überlegte auch, dass ich sicher schneller laufen würde, wenn ich neue Laufschuhe hätte. Ich konnte mir gar nicht vorstellen, den nächsten Wettkampf in den alten Asics anzutreten und schon allein die Vorstellung, noch einmal in meine Adidas zu schlüpfen, brachte meine Füße zum schmerzen. Und daraus folgte genau eine Sache: ich brauche unbedingt neue Wettkampfschuhe!
Adieu Feldtest!
Ich war ein bisschen aufgeregt, als ich den WM´S Laden für die Analyse betrat. Verschiedene Gedanken wühlten sich durch meinen Kopf: "Wie verläuft so eine Fußanalyse? Was wird man zu meinen Füßen sagen? Erkennt man dadurch auch meinen Laufstil? Findet man passende Schuhe für mich oder muss ich wieder endlos viele Schuhe ausprobieren, bis ich die Richtigen finde? Bringt es wirklich etwas?
Die Dame, die die Fußanalyse machte, war sehr freundlich. Bevor wir begannen, stellte sie mir Fragen zu Geburtsjahr, Körpergröße und Gewicht. Ich zögerte ein wenig bei dem Körpergewicht. Ich kenne mein Gewicht, aber ich habe in den lezten Wochen durchs Laufen viel abgenommen. Wenn ich jemandem mein Gewicht verraten habe, kam sofort die Frage, ob ich Essprobleme hätte oder mein niedriges Gewicht eine genetische Veranlagung sei.
Auch die Dame meinte sofort: "Sie sind zu dünn." Ich weiß das und manchmal machte es mich wirklich schon unglücklich. Deshalb habe ich gleich eine Frage an Dich: Was isst Du, wenn Du zunehmen möchtest? Bitte keine Fast-Food-Vorschläge oder Empfehlungen zu häufigerem Naschen - ich mag solche Sachen gar nicht. Mein Ziel ist eher, die Kilos auf eine gesündere Weise zu gewinnen. Und daran scheitere ich momentan.
Aber zurück zu der Fußanalyse. Ich musste meine Schuhe und Socken ausziehen, dann wurden mir kleine, grüne Pickerl auf die Füßen geklebt und anschließend wurden meine Füße per Computerscan vermessen. Es dauerte nicht einmal drei Minuten. Danach sah ich auf dem Computer, wie mein Fuß aussieht. Die Dame erkundigte sich, in welchen Schuhen ich derzeit trainiere und ob ich beim Joggen zum Umknicken neige. Ich stimmte zu, manchmal fühlte sich mein Fuß tatsächlich nicht stabil genug an, wenn ich beschleunigte. Ich habe das aber bis jetzt immer meinem Laufstil zugeschrieben.
Wenn ich mich richtig errinnere, hatte ich solche Schwierigkeiten früher nicht. Die Laufschuhe von Asics gehörten zu meinen Lieblingsschuhen und ich trug sie sehr oft zum Laufen. Ich lief quasi den ganzen Winter darin. Ich konnte mir aber kaum vorstellen, dass ich schon 3 000 Km gemacht habe. Es konnte nicht stimmen. In einem dreiviertel Jahr würde ich bestimmt keine 3000 Km schaffen - da müsste ich ca. 71 mal einen Marathon, oder 142 mal einen Halbmarathon, oder 300 mal 10km oder 600 mal 5Km laufen. UNMÖGLICH.
Daraufhin wurde mir ein gestützter Schuh empfohlen. Solche Schuhe gleichen Fußfehlstellungen (Plattfüße, Hallux - meine Füße) und Überpronation (Der Fuß kippt in der Abrollbewegung übermäßig nach innen) aus. Durch eine spezielle Stabilisierung (gestärkter Fersenteil und härteres Material auf der Innenseite) stützen sie den Mittelfuß.
Eine andere nette Dame brachte mir gleich zwei Paar Schuhe, Gel Kayano 24 und GT 300 von Asics, zum Anprobieren. Als ich den Name Gel Kayano" hörte, war ich sehr aufgeregt. Diese Schuhe gibt es seit über 26 Jahren auf dem Markt und wurden mehrmals von verschiedenen Sportzeitschriften ausgezeichnet. Ich wartete ungeduldig, bis die Dame die Laufschuhe ausgepackt hatte und hielt fast die Luft an, als sie sie aus der Verpackung holte. Sie haben mir sofort gefallen - die Farbe (dunkel blau-orange) entsprach meinem Geschmack. Jetzt müssen sie mir nur noch passen und ich musste mich darin wohlfühlen. Sie fühlten sich perfekt an. Sie waren sehr leicht - wie für mich gemacht. Als ich sie anhatte und im Geschäft kurz auf und ab spazierte, wusste ich sofort, dass ich sie haben muss. Sie überzeugten mich auf den ersten Blick.
Ich habe auch die anderen Laufschuhe - GT 300 von Asics - ausprobiert. Aber sie sagten mir nicht richtig zu. Als ich die schrille, gelbe Farbe sah, weigerte ich mich ein wenig, sie anzuprobieren. Das ist überhaupt nicht mein Stil. Ich trage solche auffallenden Farben nicht. Ich zog sie trotzdem an - der Schuh fühlte sich schwer an. Nein, das waren nicht die Laufschuhe, in denen ich jeden Tag trainieren und bei Wettbewerben starten wollte.
Ich habe mich schon entschieden. Der Preis war zweitrangig für mich. Ich habe sie bereits auf der Webseite des Wm´s Store gesehen, wusste wie teuer sie waren und hoffte trotzdem heimlich darauf, dass man mir solche Schuhe empfehlen würde.
Bitte verstehen Sie mich nicht falsch. Ich bevorzuge beim Einkaufen selten eine bestimmte Marke (vielleicht mache ich eine Ausnahme bei Jeans, Unterwäsche und Laufschuhen). Aber die Laufschuhe Gel Kayano haben eine beeindruckende Sportgeschichte, die im Jahr 1992 begann. Toshikazu Kayano und sein Team haben von der ASICS-Führung den Auftrag bekommen, den besten Laufschuh aller Zeiten zu entwickeln. Die Japaner machten sich im Forschungsinsitut in Kobe an die Arbeit. Ein Jahr dauerte es, bis Kayno seine erste Kreation aus hochwertigem Material präsentierte. Der Gel Kayano 1 wurde geboren. Dank seines speziellen Skeleton-Systems verkauften sich 47 000 Modelle im Jahr 1993. Im Jahr 2008 kürte die Fachzeitschrift "Runner´s World" den Gel Kayano 14 zum Laufschuh des Jahres. Die Verkaufszahlen des Laufschuhs stiegen weiter. Ein Jahr darauf wurde für Männer und Frauen eine differenzierte Technologie eingesetzt. Das bedeutete: unterschiedliche Dämpfungsysteme im Vorfuß richteten sich nach den anatomischen Eigenschaften der Geschlechter - Gel Kayano 20 was born.
Wenn Du mehr über den Gel Kayano 24 erfahren möchtest, hier gibt es einen Link: https://www.runnersworld.de/laufschuhe/asics-gel-kayano-24-herren.487388.htm. Hier gibt es auch einen Link über die Überpronation http://www.asics.com/at/de-at/running-advice/understanding-pronation-find-the-right-shoes-for-you/.
Und jetzt ein paar Fragen an Dich: Läufst Du auch? Wie viele Paar Laufschuhe hast Du zu Hause? Hast Du schon mal eine Fußanalyse oder Laufband Analyse machen lassen? Und hat Dir das etwas gebracht?



 
 
 
 
Foot Analysis and Gel Kayano 24
When I got an e-mail from Austrian women´s run that said, that they were offering a foot analysis, I immediately had to make an appointment.
The e-mail met my interest because I am running four times a week now and I‘ve only got two pairs of running shoes. The first ones are Asic´s Gel Quantum 360 which I bought about 9 months ago and the other ones are by Adidas, which I‘ve had for 3 years now. These look pretty worn out and when I was running lately my knees started to hurt. I am aware that I need new running shoes as soon as possible.
I actually wanted to register for a field test in which your optimal race pace for competitions gets determined. In this endurance test, the race pace is tested with multiple lactate controle over several rounds. In a following workshop you will then get useful tips about nutrition before, during and after the competition or about race tactics.
I found that topic very interesting because there were some ups and downs in my training. One day I ran excellently and could easily reach the 5 Km under 28 minutes and the next day the training session draged on forever - I was breathing heavily like a strong smoker, had to stop often, my pulse rose massively (170 and more) and I was bathed in sweat. I just wanted to give up after that kind of running unit wanted to quit my heartrate-watch-training. Fortunately, I could get a hold of myself and was able to calm down while reminding myself, that the way to my destination is not covered with roses.
I also startet to think that I would run faster if I had new running shoes. I couldn´t imagine to take on the next competition in my old Asics. Also my feet started to hurt as soon as I was only thinking about slipping back into the Adidas running shoes. And that meant only one thing: I absolutely need a new pair of competition shoes.
Adieu field test!
I was a bit excited when I entered the WM`S store for the analysis. There were many thoughts in my head: "What happens exactly at a foot analysis? What will they say about my feet? Do they also recognize my running style? Do they find a suitable pair of shoes for me or do I have to try on countless of shoes again until I find the right ones? Will I really get something out of it?
The lady who did the food analysis was very friendly. Before we started, she asked me some questions about my birthyear, height and weight. I hesitated a bit to answer the question about my body weight. I know my weight, but I have lost some pounds in the last few weeks. When I tell my weight to somebody, I am always asked if I have eating problems or if my weight is a genetic disposition.
The lady also instantaneously told me, that I am too thin. I know that and sometimes it had made me really unhappy. So right here I have a question for you: What do you eat when you want to gain weight? Please do not recommend fastfood to me or try to talk me into eating more sweets - I don‘t like such things. My goal is to gain weight in a healthy way. And that‘s exactly what I´m failing at right now.
But back to the foot analysis. I had to take off my shoes and socks, I got small green stickers put at my feet and then my feet were measured by a computer scan. It didn´t even take three minutes. Then I looked what my foot looks like on the computer. The lady wanted to know in which shoes I‘m currently jogging and if I tend to roll my ankles during jogging. I nodded, sometimes my feet didn´t feel stable enough when I increase the speed. But I always thought that‘s because of my runningstyle.
         If I remember it correctly, I didn´t have these kind of difficulties in the past. The Asics running shoes were one of my favourite pair of shoes and I really had run a lot in them. I was using them the whole winter. But I could hardly imagine that I have already made 3 000 Km. I would certainly not manage to run 3000 km in nine months. I would have had to run the marathon about 71 times, or 142 times the half marathon, or 300 times a 10km run, or 600times a 5 Km run. IMPOSSIBLE.
So I was recommended a steady shoe. Such shoes companesate false foot positioning (flat feet, hallux - my feet) and overpronation (the foot tilts excessively inwards in the rolling motion). And a special stabilisation (strengthened heel part and harder material on the inside) supports the midfoot.
Another nice lady brought two pair of shoes, Gel Kayano 24 and GT300 by Asics, to me. When I heard the name Gel Kayano", I was very excited. These shoes have been on the market for more than 26 years and they also have been awarded several times by various professional sports journals. I waited impatiently for the lady to unpack the running shoes and I nearly stopped breathing for a moment when she took them out of the box. And I liked them immediately - the color (dark blue-orange) matched my taste. Now they just have to fit me and feel comfortable. They were perfect - very light - made just for me. I knew right away that I must have them. They convinced me at first sight.
I also tried out the other running shoes - GT300 from Asics. When I saw the shrill yellow color, I refused to try them on a little. This isn´t my style at all - I don´t wear such eye-catching colors. I put them on anyways, they felt heavy. No, these were not the running shoes in which I could imagine to run every day.
I have already made my decision. The price was secondarily to me. I have already seen them on the WM´S store website, I knew the price and I still secretly hoped that they would be recommend to me.
   Please do not get me wrong. I rarely prefer a specific brand when it comes to shopping (maybe I make an exception regarding jeans, underwear and of course running shoes). But the running shoes Gel Kayano have got an impressive history that began in 1992. Toshikazu Kayano and his team had got an assignment by Asics leadership to develop the best running shoes ever. The Japanese set to work at the research institute in Kobe. Kayano needed one year to present his first creation made out of high quality material. Gel Kayano 1 was born. Thanks to its special skeleton system, 47 000 models were sold in 1993. In 2008 the magazine "Runner´s World" named the Gel Kayano 14" the running shoes of the year. The salesnumbers of the running shoes continued to rise. One year later the team used differentiated technology for men and women. That means that different damping systems in the forefoot were aligned to the anatomical characteristics of the sex - Gel Kayano 20 was born.
And now a few questions for you: Do you go jogging? How many pairs of running shoes do you have at home? Have you ever had a foot analysis or treadmil analysis done? And did you get something out of it?

Freitag, 11. Mai 2018

FIT IN 12 Weeks - Week 5 and 6

FIT IN 12 WOCHEN - WOCHE 5 und 6
 
Der 35. Vienna City Marathon ist schon vorbei. 41 919 Läufer haben sich für das Event angemeldet. Der Großteil der Teilnehmer lief den Halbmarathon oder die Staffel.
 
 
Ich war auch anwesend - aber nur als Zuschauer - und drückte den Läufern fest die Daumen. Sie hatten es nicht leicht, denn es war am Sonntag viel zu heiß - fast 30 Grad, wolkenlos und kein Wind. Ich hatte Mitleid mit ihnen - solches Wetter erschwert das Laufen und man dehydriert schnell.
Alle Teilnehmer verdienen einen großen Applaus, egal, ob sie das Ziel erreichen, oder nicht. Ich würde es mich nicht trauen, bei solchem Wetter zu starten. Sie waren alle großartig. Ich habe ein paar geschmacklose Kommentare in der Zeitung gelesen. In diesen Kurznachrichten stand: "die meisten sind arbeitslos", sie haben keine anstrengende Arbeit" oder sie nehmen sich Urlaub, während andere dafür Überstunden machen müssen". Ich war fassungslos! Wer kann so etwas schreiben?
Es spricht der Neid aus diesen Kommentaren. Wer nichts erreicht hat, kritisiert und beschimpft. Ich bin mir sicher, dass sich die meisten Teilnehmer hart auf den Halb- oder Marathon vorbereitet haben. Sie bauen regelmäßig den Longjog in ihr Training ein. Dieser Longjog ist zwar anstrengend, aber wer regelmäßig läuft und wöchentlich die Strecke verlängert, schafft es leichter.
Ich hab den Longjog auch in mein Training aufgenommen. Ich laufe ihn nur einmal pro Woche wenn ich frei habe, denn ich brauche Zeit für die Regeneration und Erholung. Mein Körper ist an die langen Strecken noch nicht gewöhnt und ich möchte es lieber langsamer angehen.
 
Und jetzt beschreibe ich Dir meine Trainingswoche 5 und 6.
WOCHE 5
Tag
Trainingseinheit
Dauer
MONTAG
45 progressiver Dauerlauf von REG 2 Hoch + KTB
45 Minuten
MITTWOCH
Frauenlauf

FREITAG
10 GAT1 - 6x400m Lauf ABC + 45 GAT2 + KTB
55 Minuten
SONNTAG
Ruhiger Dauerlauf 70 unterer GAT 1 Bereich
ca 90 Minuten
Das Krafttraining ist das gleiche wie in der Woche 1 und 2.
 
MONTAG
Ich begebe mich nach dem Frühstück zur Hauptallee, wo ich eine Stunde lang jogge. Ich erreiche wieder das Lusthaus, umlaufe es und jogge in flottem Tempo zurück. Ich biege nach links, jogge um den Teich herum und laufe danach durch den Wald bis zu einer Straße. Ich biege nach rechts und laufe weiter - direkt nach Hause.
9.7 km in 58 Minuten. Ein perfekter Start in die Woche.
Zu Hause mache ich dann die Kraftübungen.
 
MITTWOCH
Heute findet die Laufveranstaltung "Frauen Fun Run" statt. Ich habe diesem Event den vorigen Beitrag gewidmet.
 
FREITAG
Ich krieche schon um 7:00 Uhr aus dem Bett. Kann mir jemand sagen, warum ich mir das antue? Ich würde sooo gern noch schlaafen. Ich wasche mein Gesicht mit eiskaltem Wasser, um munter zu werden. Nach dem Frühstück gehe ich zur Hauptallee. Ich laufe zwei Kilometer, bis ich zu der 100er Markierung komme. Ich ruhe mich kurz aus, bevor ich starte - danach geht es flott zur 500er Markierung und wieder zurück. Ich habe ein bisschen Schwierigkeiten, die Markierung beim ersten Durchgang zu erkennen.
Ich bemerke, dass ein älterer Mann auch zu einer Markierung und wieder zurück läuft. Es freut mich sehr, dass ich nicht die einzige bin, die eine Wahnsinnige aus sich macht. Mir machen diese hin und her Läufe keinen Spaß - ich frage mich oft, wozu man sie überhaupt braucht! Ich möchte doch 5 km unter 28 Minuten schaffen, nicht 500 Meter unter einer bestimmten Zeit. Und Entspannung gibt es auch keine dabei - eher Ärger. Es ist einfach nicht mein Ding.
Zu Hause mache ich dann wieder das Krafttraining.
 
SONNTAG
Ich habe lange darüber nachgedacht, ob ich einen Longjog, der länger als 70 Minuten dauert, in mein Training aufnehmen soll. Ich wollte es ruhiger und locker angehen, wenn notwendig auch gehen, und dabei auf meine Körpersignale hören.
Am Sonntag bin ich um 6:00 Uhr aufgestanden, um gegen 7:15 Uhr in Richtung Hauptallee aufbrechen zu können. Niemand war unterwegs. Es war ungewöhnlich für mich. Ich lief langsam Richtung Lusthaus. Ich fragte mich, aus welchem Grund ich mir das antue! Ich möchte doch keinen Halbmarathon oder 10km-Lauf absolvieren. Warum strebe ich nach mehr Kilometern, nach mehr Leistung? Vielleicht wäre es nur eine persönliche Bestätigung für mich, dass ich das erreichen kann. Oder vielleicht möchte ich auch testen, wo meine persönliche Grenze beim Laufen liegt, um sie zu überschreiten.
Ich lief entlang der Belvedere Allee bis zur Stadionbrücke. Meine Gedanken schalteten sich aus. Ich fokussierte mich nur auf das Atmen. Ich hätte es nie geglaubt, aber man kann auch beim Laufen meditieren. Es ist eine Phase, in der sich die Gedanken in Luft auflösen und in der nur die Konzentration auf die Gegenwart und die Atmung zurückbleibt.
Ich erreichte nach 3,2 km die Stadionbrücke. Das bedeutetet: 7,8 km sind schon in meinen Füßen - ich entnahm die Ziffern meiner Pulsuhr. Ich fühlte mich energiegeladen, die Luft war frisch. 
Als ich das Lusthaus erneut erreicht hatte, war ich durstig. Ich lief durch den Wald in Richtung Prater. Auf der Kreuzung musste ich anhalten - ich konnte nicht mehr. Die Pulsuhr zeigte mir genau 13 km an. Meine Oberschenkel schmerzten zwar, aber die Distanz auf meiner Pulsuhr gab mir neue Energie. Ich wollte die verdammten 2,5 km unbedingt noch schaffen. Ich quälte mich also weiter bis zum Prater.
Geschafft! Ich habe es wirklich geschafft! Die Erschöpfung mischte sich mit Euphorie. Ich war zwar verschwitzt und meine Füße taten weh, aber ich war überglücklich. Ich kann die Gefühle gar nicht richtig beschreiben.
 
Praterstern - Hauptallee
 
Praterstern - Hauptallee
 
Praterstern - Hauptallee


Praterstern - Hauptallee
 
WOCHE 6
 
Tag
Trainingseinheit
Dauer
DIENSTAG
30 GAT1 inkl 2x200 Meter kurz ins Renntempo fallen lassen + KTB
30 Minuten
DONNERSTAG
60 niedrig GAT1 + KTB
60 Minuten
Freitag
Dauerlauf 60 unterer GAT1 Bereich
90 Minuten



Kraftübungen sind gleich wie in Woche Nr. 1 und 2.
 
DIENSTAG
Ich war froh, dass heute nur eine 30-minütige Laufeinheit und das Krafttraining auf der To-Do Liste standen. Meine Füße fühlten sich beim Laufen zwar nicht mehr schwer an, aber ich war überhaupt nicht in der Laune, zu beschleunigen.
 
DONNERSTAG
Ich entschied mich, mein Training am Abend zu machen. Meine Beine waren leichter. Es waren viele Läufer in der Hauptallee unterwegs, manchmal liefen auch 4 Personen nebeneinander. (Der Halbmarathon stand nun einmal kurz bevor). Zuerst lief ich in einem langsameren Tempo, danach beschleunigte ich und hielt die Geschwindigkeit bis zum Lusthaus, weiter die Straße hinauf bis zur Ampel und wieder zurück. Ich lief wieder um den Teich herum und danach direkt in den Wald. Ich bemerkte, dass ein junger Mann sich an meine Fersen geheftet hatte. Ich beschleunigte - der Läufer ebenfalls. Was möchte er vor mir?! Es gibt genug Platz, um zu überholen. Als ich die Straße erreichte, musste ich eine kurze Pause machen. Der Mann sprach mich an - ich versuchte, so wenig wie möglich nach Luft zu schnappen, während ich mich mit ihm unterhielt. Zu meiner Überraschung hatte er mich anscheinend schon mehrmals in der Hauptallee laufen gesehen. Ich erinnerte mich nicht, ihn schon einmal gesehen zu haben. Wir liefen danach kurz nebeneinander und er erzählte mir, dass er zum Halbmarathon angemeldet ist.
Zu Hause machte ich dann meine Kraftübungen.
 
FREITAG
Axel Rose schrie mir "November Rain" in die Ohren, als ich joggte. Es ist schön, mein Training wieder früh am Morgen zu machen, wenn ein paar Läufer unterwegs sind. Heute stand zwar ein ruhiger Dauerlauf auf dem Plan, aber da mir die Songs von Guns N´Roses meinen Weg angenehmer machten, lief ich im Rhythmus und manchmal ging es wirklich flott. Die Musik gab mir viel Energie und Kraft. Ich lief wieder die Belvedere Allee entlang und bei einigen Songs wollte ich eher tanzen als laufen. Und Axel Rose schrie: "Jungle, welcome to the jungle. Watch it bring you to your shunn knees, knees. Uh, I want to watch you bleed." Nein, mich zwang niemand in den Knie und ich blutete auch nicht. Ich hatte Spaß, als ich wieder beim Lusthaus auftauchte. Ich hörte nur auf die Worte im Lied und lief weiter. Jaaa! - Endlich bin ich ans Ziel gekommen, ohne anhalten oder gehen zu müssen. Hurraaa!
 
Nun zu Dir: Hörst du gern Musik, wenn Du Sport machst? Hast Du eine beliebte Playlist? Welche Musik spornt Dich beim Trainieren an? Wenn Du magst, kannst Du mir einen Kommentar hinterlassen.

 
 

 
 
 
 

 

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